Freitag, 21. Januar 2011

Poetry Slam 20.01.2011

Ich als Gentleman der alten Schule möchte mich im Vorraus schon mal für die kommenden Minuten bei allen weiblichen Wesen, die heute Abend anwesend sind, entschuldigen...ich meins nicht ernst...obwohl, wenn ich so darüber nachdenk mein ichs shcon ernst und mir tuts auch nicht leid...naja, Hauptsache wir Männer haben jetzt erstmal unseren Spaß


Bereits der alte Philosoph Platon wusste bereits, dass die Seelen der Frauen nichts wert sind, aber das ist eine andere Geschihcte, die wir hier nicht ausführen wollen...sehen Sie Herr Firmke, es bleibt doch was aus ihrem Ethikunterricht hängen...
naja, die folgenden Minuten werden uns Männern und all denen, die welche werden wollen, hilfreiche Tipps im Umgang mit Frauen geben bzw. das weibliche Verhalten analsysieren, ausgehend davon, dass Frauen berechenbar sind, was natürlich ein absoluter Trugschluss ist.


Station 1 auf unserer Reise durch die weibliche Psyche ist die Analyse des feminen Einkaufsverhalten...eigentlich unglaublich was Frauen im Stande sind zu leisten, während sie ihrem Shopping-Wahn verfallen sind. Frauen merken sofort, wenn irgendwo ein kleines einsames Paar Schuhe auf diesem Planeten eine neue Besitzerin sucht...Ein Regal mit glitzernden Ohrringen ist für eine Frau das, was für einen Einarmigen ein Second Hand Shop ist...und wenn die 4 Buchstaben S A L E in einem Schaufenster zu sehen sind, sollte Mann seine Beine so schnell wie möglich in die Hände nehmen und flüchten bevor alles zu spät ist...naja, worauf ich eigentlich hinaus will ist das eigentliche Meisterwerk der weiblichen Hirnmasse, die - ich nenn sie mal - Umtausch „logik“...ob das Wort Logik in diesem Zusammenhang gerechtfertigt ist, sei an dieser Stelle mal so hingestellt...bilden Sie sich einfach selber ein Urteil...

klassischer Gedankengang einer Frau beim Shoppen
Ohhh...das ist aber eine schöne Hose...
(sie hat Größe 32...die Hose hat natürlich Größe 28, normalerweise ein Problem, aber schauen wir mal wie Frau dieses Problem löst)
...ich glaub die nehm ich in der Größe mit
(sie muss sie nicht anprobieren....NEIN! Sie ist eine Frau und Frauen müssen sowas nicht)
...achwas, ich nehm sie lieber noch ne Nummer kleiner...ich hab ja gerade gegessen
(ein stilles Wasser kombiniert mit einer low fat Reiswaffel ist für die modebewusste Frau von Welt in Männerkalorien umgerechnet schon ein komplettes Mittagessen)
also bin ich nur n bisschen aufgebläht...in 26 passt die mir sicher auch noch locker...
Frau ist nun glücklich...und was muss Frau jetzt tun? RICHTIG Das Glücksgefühl mit der gesamten nördlichen Hemisphäre teilen. und so wählt Frau genau den Weg zur Kasse, der sie durch sämtliche Abteilungen des Ladens führt sodass das Etikett mit der Konfektionsgröße für jedes weibliche Individuum im Umkreis von 50 Kilometern optimal zu sehen ist. der Triumphmarsch findet an der Kasse seinen Höhepunkt, als Frau der vor Neid platzenden Verkäuferin mit einem Lächeln im Gesicht die Hose so über die Theke reicht, dass der gesamte Laden ein weiteres Mal sieht, dass sie in eine 26 passt....den absoluten Gipfel der Glücksempfindungen aber erreicht Madame mit der Frage an die Verkäuferin: „ich kann die Hose schon noch umtauschen, wenn sie mir zu groß ist, oder?“ Die Verkäuferin presst ein überaus freundliches „JAAA“ zwischen den Zähnen hervor und freut sich schon auf die nächste Kundin,die sie bereits in ihren Augenwinkeln erkennen kann, denn das Moppelchen hat eine etwas naja, wie soll man sagen...massivere Figur als unsere Verkäuferin und so ist zumindest ihr Tag gerettet...naja, so sind Frauen nunmal....
Aber zurück zu unserer stolzen 26er Trägerin....Es ist natürlich überflüssig zu erwähnen, dass sie nicht in die Jeans passt, einen Tag später wieder in den Laden geht und sich die gleiche Jeans in 28 kauft, um dann wiederum zu merken, dass sie schon wieder nicht passt...dieses Phänomen wiederholt sich gefühlte 473 mal bis Frau zu ihrer richtigen Größe findet, die sie mit einem „die ist aber eng geschnitten“ an der Kasse bezahlt, was die nun sichtlich zufriedene Kassiererin mit einem „ja, da haben Sie recht“ strahlend quittiert....aber Frau wäre keine Frau, wenn sie natürlich nicht auch hier einen Trick parrat hätte ...sie tauscht das Etikett ihrer wahren Größe mit dem einer 28er Hose um, damit der Rest der Welt denkt, sie hätte nichtsdestotrotz eine Topfigur und die Anpassungsschwierigkeiten der Beinkleider seien nur schnitttechnischer Natur...naja, lassen wir sie einfach in ihrem Glauben.


Kommen wir nun zu Station 2 unserer Reise...ein Klassiker...Oldie but Goldie: Frauen und Autos, women and cars, chicas y coches , femmes et voiture, Zene i auta...hört sich eigentlich in jeder Sprache nach Unfall an, nicht wahr?

Naja, nichtsdestotrotz möchte ich mich Hier eigentlich kurz halten, da dieses Thema schon mehr als ausgelutscht ist...an dieser Stelle nur einen kleinen, aber sehr hilfreichen Tipp für alle Männer, die gerne Zeit sparen wollen, Stichwort Frauenparkplätze.
Das Heiligtum feministischer Widerstandsbewegungen steht normalerweise wie ein Fels in der Brandung...normalerweise: Wenn Mann sich schief und viel zu weit nach hinten hinausragend auf einen Frauenparklpatz stellt, die Außenspiegel des Nachbarn wegfährt und beim Aussteigen die Tür in das Auto der Nebenfrau rammt, fällt es absolut nicht auf, dass auf diesem Parkplatz in Wirklichkeit keine Frau parkt...dieser Trick funktioniert in 11 von 10 Fällen!

Hauptsache Mann verhält sich so, wie Frau sich verhalten würde...und um die Sache perfekt zu machen einfach einen süüüüßen „Baby on Board“-Aufkleber an die Heckscheibe anbringen, überall Enrique Igleasias und Take That CDs rumliegen lassen und schließlich das überlebenswichtige Notfall Package „Beauty to go – by Ellen Betrix“ mit den neusten Mango-, Avocado-, Aloe Vera-, Cremes mit Hyper Sensitiv Anti Dry High Energy Skin-friendly Function auf dem Beifahrerinnensitz liegen lassen und die Sache läuft...übrigens, Frauenparklätze werden - typisch Frau – nach dem Motto: Größer ist besser errichtet...
aber Vorsicht männer: mann hat schon Frauenparkplätze gesehen, die per Testosteron-Scanner den Feind aufspüren und ihn vernichten...also Vorsicht...
Man munkelt übrigens, dass Alice Schwarzer gerne auf einem Frauenparkplatz bestattet werden möchte... aber davon ein ander mal mehr...


Station 3: die Waage

Zum Ende unserer Reise betrachten wir die Frau und ihr Verhältnis zu ihrem Körper.

Neben Pickeln, Heißhungerattacken und (natürlich) Autos ist die Waage der Frauen Feind Numero Uno. Für die schöne Hälfte der Menschheit sind der Grund für steigendes Gewicht keineswegs die eigenen Essgewohnheiten oder die unzureichende sportliche Betätigung, nein nein, es ist selbstverständlich immer die Falschjustierung der Waage beziehungsweise technische Unzulänglichkeiten bei der Messung ausgelöst durch Störungen der Schwerkraft im heimischen Badezimmer....Und wenn die Waage mal ein einigermaßen akzeptables Ergebnis liefert, dann zieht Frau 5-7 Kilo ab (wobei die Skale hier nach oben offen ist) damit sie 1. bei ihren size-zero Freundinnen nicht als Moppelchen auffällt und sich 2. immernoch viel schöner, größer, dünner und toller wie sämtliche Victoria Secret Models zusammen fühlen kann...
getreu dem Motto „Einbildung ist auch eine Bildung“ vertieft sich Frau in diese Spirale der Gewichtssubtraktion und nimmt so in ihrer Vita geschätze 253 Kilo ab, was bei einem gedanklichen Endgewicht von -188 Kilo bei einer Größe von 1,76 meter einen BMI von -60,7 ergibt...ein halbwegs gebildeter Mensch würde diese Werte vielleicht bezweifeln, aber naja...wir reden hier ja immernoch von Frauen, die denken, dass Louis van Gaal ein holländischer Maler ist und Wolfgang Amadeus Mozart Schweizer Chocolatier...aber naja, das ist eine andere Sache. Frau selbst fällt ihre manipulative Berechnung keinesfalls auf und ihren size-zero Freundinnen erst recht nicht, da die Kleidergröße in diesem Fall auch der Hirnmasse enspricht.

Das Problem an der ganzen Sache ist: nur weil Frau denk, dass sie in Wirklichkeit 5-7 Kilo leichter ist, wie es ihr die Digitalanzeige der Waage offenbart, heißt es noch lange nicht, dass sie wirklich 5-7 Kilo leichter ist...Frau dieses Phänomen zu erklären ist eigentlich vollkommen unmöglich...Mann bedarf hier übermenschlicher Kräfte...selbst unser Bundestrainer Jogi Löw könnte an dieser Stelle kein taktisches leck in der weiblichen Defensive finden, wenn er nicht gerade seine Haut mit Nivea Produkten eincremt, was nebenbei sehr sehr männlich ist!
Naja, bevor wir wieder abschweifen...hier eine klassiche Szene aus einem Otto-Normal-Badezimmer:

Sie: Du Schatz, bin ich zu fett? (Achtung Männer: Das ist die Todesfrage)
Er: Nein mein Zuckermäuschen, ich liebe dich so wie du bist!
Sie: Was soll das denn heißen? Du liebst mich so wie ich bin? Bin ich dir etwa zu fett?
Er: Nein mein Schatz, du bist perfekt so wie du bist!
Sie: Wieso antwortest du nicht auf meine Frage? Bin ich zu fett?
Er: ähhhhh.... (das Todeszögern...an dieser Stelle wandelt sich das eben grazilste Wesen der Welt, das keiner Fliege was zu Leide tun könnte, in ein Monster um, das sehr dem unehlichen Kind von king Kong und gozilla gleicht...)
Sie: Ich habs doch gewusst! Du findest mich zu fett! Wie kannst du das nur deiner eigenen Frau antun?
Er: Zuckermäuschen, du bist nicht fett! Mir gefällst du so wie du bist...ich liebe dich und deine Rundungen (fässt sie an)
Sie: FASS MICH NICHT AN! meine Rundungen? (es fliegen weibliche Hygiene und Hautpflegeprodukte Richtung Mann, der sie aber gekonnt abfängt...Mann lernt mit der Zeit...übrigens, auf www.nivea.de erklärt ihnen Kollege Löw, wie man eben gennantem Hautpflege Produkt am besten ausweicht...aber zurück ins Bad)
Er: Ja mein Zuckermäuschen, ich lie...
Sie: ICH VERPASS DIR GLEICH EIN PAAR RUNDUNGEN!!!! UND HÖR AUF MICH ZUCKERMÄUSCHEN ZU NENNEN VERDAMMT!!!
Er weicht aus und flüchtet aus dem Raum...

Analysieren wir die Szene: was hat Mann falsch gemacht? Er hat versucht, seiner Frau die Wahrheit zu sagen...mal schauen wie es anders hätte laufen können:

Sie: Du Schatz, bin ich zu fett?
Er: Natürlich nicht mein Hase, du bist überhaupt nicht fett!
Sie: Fett? Ich bin nicht fett?
Er: Sag ich doch, du bist nicht fett!
Sie: HÖR AUF ZU SAGEN ICH BIN FETT!
Er: ich sag doch, du bist nicht FETT
Sie: HÖR AUF!!!! ICH HASSE DICH!!!! ICH BIN NICHT FETT!!!!
Er weicht erneut dem Badezimmerinventar aus und sucht das Heil in der Flucht

Analyse: in diesem Fall haben die weiblichen Hörorgane sämtliche Wörter des Gatten ausgeblendet, da ein TODESWORT auf dem Radar aufgetaucht ist...ausschlaggebendes Todeswort ist FETT und in diesen Fällen schaltet das weibliche Hirn komplett auf Durchzug und auf grund dieser fehlerhaften Einstellung des femininen Hör- und Sprachzentrums wird Mann nun wieder unfreiwilliger Empfänger der Badezimmer Einrichung...

aber ein Mann wäre kein Mann, wenn er es nicht noch einmal versuchen würde...Versuch Nummer 3:

Sie: Du Schatz, bin ich zu fett?
Er: Ich muss gehen.

In diesem Sinne...Auf Wiedersehen


© by Abdallah Khazaleh 01/11

Donnerstag, 5. August 2010

Poetry Slam 31.07.2010

Neulich fiel mir so im Laufe des Tages ein, dass meine Freundin ja morgen Geburtstag hat.. Jeder, der ne Freundin hat weiß wie schön das Gefühl ist, noch exakt 35 Minuten zu haben, bis die Läden geschlossen sind und mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der nächste Tag ein Sonntag ist, wollte ich also noch schnell noch was besorgen, um der peinlichen Situation aus dem Weg zu gehen, ihr einen Tankstellengutschein kaufen zu müssen...vorallem nachdem ich das schon die letzten 3 Jahre gemacht hab. Der Plan war ganz einfach: Parkplatz finden, Geschenk kaufen, nach Hause fahren. So schön – so gut. Ein Plan wäre kein Plan, wenn er nich schief gehen würde. Das beginnt schon beim Parken...wenn ich eins an diesem Tag gelernt habe, dann, dass in einem Parkhaus überall gefahren lauern. Beim Einfahren ins Parkhaus begegne ich schon Elend Nummer 1: Dem Alte

Der Alte ist ein allseits bekanntes Problem. Das Problem an ihm: er ist alt. Jeder normale Mensch fährt ins Parkhaus, hält an der Schranke und drückt auf den Knopf am Ticketautomaten um sein Ticket zu bekommen.
Dies ist für den Alten jedoch viel zu einfach. Er fährt nicht ins Parkhaus...nein nein, er rast mit einer Geschwindigkeit ins Parkhaus, dass sogar die Schnecken, die hinter ihm kriechen, hupen würden, wenn sie könnten. Das tun sie allerdings nicht, da sie bei unserem senilen Kollegen sowieso auf taube Ohren stoßen würden – im wahrsten Sinne des Wortes.
Als nächstes muss unser alter Freund seine Fahrbrille durch seine Lesebrille austauschen, da er ja sonst nicht erkennen kann, welchen Knopf er drücken muss, um das Ticket zu lösen. Gut, bei der gigantischen Auswahl von einem Knopf ist der Austausch der Sehhilfe natürlich dringend notwendig, aber nachdem auch dieser Kraftakt filigraner Körperbeherrschung gemeistert wäre, begibt sich unser Bewegungswunder auf die Suche nach dem heiligen Knopf für das Ticket. Die Suche dauert ungefähr so lange wie Uschi Glas braucht um sich morgens die Falten aus dem Gesicht zu schminken..., aber der Alte lässt sich nicht beirren und sucht weiterhin mit Adleraugen und seinen feinen Handwerkzeugen den Knopf zum Glück.

Da dies noch ein bisschen länger dauern könnte, entscheide ich mich aufs Klo zu gehen. Beim Aussteigen kann ich durch den Rückspiegel des Alten erkennen, wie er verzweifelt nach seinem Gebiss sucht, dass wahrscheinlich neben dem Gaspedal liegt, da sich das Auto rückartig gefährlich der Schranke nähert. Nichtsdestotrotz begebe ich mich nun aufs Klo um meine Notdurft zu verrichten. In Gedanken immernoch beim Alten betrete ich das WC und sehe schon die nächste Person, die mir heute den Tag verderben will:

Die Klofrau. Das Hobbit-ähnliche Wesen giert mit seinen affenartigen Krallen nach jedem Cent, den es bekommen kann. Eine Klofrau ist höchstwahrscheinlich ein Schwabe mit schottischem Migrationshintergrund...anders kann ich mir diese Mischung aus unfassbarem Ordnungfimmel und unmenschlichem Geiz nicht erklären. Ich krame in meinem Geldbeutel und entdecke lediglich 2 10 Cent Stücke, die ich dem Monster aber nur sehr ungern überreichen will. Also schaue ich dem Hobbit tief in die Augen und schätze ab, ob ich mit einem gezielten Handkantenschlag das Monster erlegen und anschließend durch einen 3-fachen Auerbachsalto mit 1 ½ facher Schraube das 5 Meter hohe, mit Stacheldraht gespickte, Drehkreuz überqueren kann, um in die heiligen Hallen des Urins vorzudringen.


Ich entscheide mich gegen diese Variante, da ich dem Hobbit alles zutraue und raffe mich dazu auf, dem Etwas meine 20 Cent zu reichen.
Es reagiert zuerst nicht. Dann sehe ich, wie es mit seinem schönsten Lächeln seine pechschwarzen Zähne zeigt und mit einer charmanten Stimme sagt: 1 EURO, SONST KEIN KLO!
Ich sage, ich hätte kein Kleingeld mehr, was die Klofrau mit einem eisernen Kopfschütteln zur Kenntnis nimmt. Ich schaue dem Monster nochmal tief in die Augen und überlege, ob ichs nicht wirklich mit dem Handkantenschlag versuchen soll, aber dann fällt mir ein, wie hartnäckig diese kleinen Biester sind und ich greife noch einmal in meinen Geldbeutel, zücke einen 20 Euro-Schein und überreiche ihn dem Monster. In Erwartung der 19 Euro Wechselgeld strecke ich der Frau meine Hand entgegen, das einzige was ich jedoch zurückbekomme ist wiederholt das wunderschöne Lächeln, diesmal mit der Bemerkung: KEIN WECHSELGELD! DANKE FÜR SCHEIN!

Ich rege mich schon gar nicht mehr auf über diese Art der Nächstenliebe und akzeptiere mein Pech...im Nachhinein bereue ich es, dass ich mich nicht für die Variante Handkantenschlag entschieden hab. Naja, was solls...nach einem befriedigendem Klogang verstopfe ich noch schön ein paar WCs und lass in jedem Waschbecken das Wasser laufen...die 20 Euro sollen sich ja auch gelohnt haben...auf jeden Fall wird das Geschenk für meine Freundin nun 20 Euro billiger...

Tiefenentspannt gehe ich zurück Richtung Auto und sehe, wie es der Alte endlich fertig gebracht hat, sich sein Ticket zu schnappen...Ein Timing wie ein Gott denke ich mir und blicke auf meine Uhr und sehe, dass ich noch genau 27 Minuten habe, um das Geschenk zu besorgen. Ich steige ins Auto, schnapp mir in Rekordzeit mein Ticket und fahre aufs erste Parkdeck mit dem charmanten Namen 4W.

Ich überlege zunächst wieso 4W, aber dann fällt mir auf, wofür diese Bezeichnung steht...4W heißt „for woman“. Ich bin natürlich auf dem Parkdeck gelanden, auf dem es nur Frauenparkplätze gibt...das mit Abstand nervigste im gesamten Parkhaus. Der Frauenparkplatz wurde wahrscheinlich vom Teufel selbst geschaffen um alle Männer auf diesem Planeten zu bestrafen...war ja auch klar. Von 17 Kameras überwacht und von 20 Meter hohen Stacheldraht umzäunt steht dieses Heiligtum feministischer Widerstandsbewegungen wie ein Fels in der Brandung. Da ich unter unmenschlichem Zeitdruck stehe und der Zweck bekanntlich die Mittel heiligt, nähere ich mich dem feindlichen Gebiet. Ich sehe ausschließlich VW Beatle und Smarts in pink und babyblau mit süüüüßen „Baby on Board“-Aufklebern auf den mit 5 mal 9 Meter relativ großzügigen Stellplätzen parken...gut, Frau braucht auch ein bisschen mehr Platz zum Einparken: Stichwort Größer ist Besser.

Ich fahre ganz vorsichtig auf die Männervernichtungsanlage und behalte immer die Drivers Lounge im Auge, in der sich die Fahrerinnen bei einem Glas Prosecco über die neusten Nagellackfarben unterhalten. Leider achte ich nicht auf den Männerauto-Alarm, den mein vor Testosteron nur so tropfende 12 Zylinder-Bolide auslöst und aus den eleganten Damen, die sich gegenseitig die Fingernägel lackieren, wird eine Horde aufgebrachter Weiber, die sich nichts anderes als Vergeltung für den Angriff auf die Weiblichkeit wünschen. Ich kann nicht ausschließen, meine Freundin erkannt zu haben, und in diesem Moment fällt mir meine eigentliche Mission wieder ein...Das Geschenk...gedanklich werden sicherheitshalber weitere 10 Euro fürs Geschenk abgezogen...das hat sie nun davon.
Währenddessen bauen die Damen mein Meisterwerk Stuttgarter Ingineurskunst in sekundenschnelle in ein nicht minder aerodynamisches Kabrio um und ehe ich mich versehe, steht mein Auto in Flammen und ich kann mich gerade noch so aus dem Wrack retten, bevor es mit einer spektakulären Explosion in die ewigen Jadggründe der Automobilindustrie eingeht.
Ich jedoch kann entkommen, renne aus dem Parkdeck und steige im Adrenalinrausch in das nächste Auto , das mit entgegen kommt. Ich schaue auf den Fahrersitz und wen entdecke ich? Richtig, den Alten., der es nun auch endlich mal geschafft hat, das nächste Parkdeck zu erreichen.
Bevor ich vor Lahmsucht sterbe, renne ich zu den Frauen zurück, da ich lieber durch eine Horde wildgewordener Feministinnen sterbe als durch Einschläferung eines senilen Mann. Die Meute erwartet mich freudig und ich werde mit gigantischen Tampons an eine in Kreuzform drapierte, überdimensionale Barbie genagelt.

Die anschließende Prosecco Party ist das letzte, an das ich mich als Erdenbewohner erinnern kann...Im Himmel stehe ich an der Himmelspforte und warte darauf, ins Paradies aufgenommen zu werden...wen überrascht es wer vor mir steht? Natürlich mal wieder Der Alte...Er lauert einfach überall!
Da ich mir nun die verbleibende Wartezeit bis zum Eintritt in das Himmelreich auf ca. 35 Jahre ausreche, entscheide ich mich nun endlich meinen Handkantenschlag mit 3-fachen Auerbachsalto und 1 ½ facher Schraube durchzuführen. Nach dem Motto: Schlimmer geht’s nimmer nehme ich Anlauf und vollführe in traumwandlerischer Sicherheit meine turnerische Meisterleistung. Ich blicke unter mir und sehe wie der Alte sein Ticket für den Himmel gelöst hat....der Himmel muss wohl seine eigenen Gesetze haben...oder einfach nur blindengerechte Ticketautomaten.

Während meiner 2. Umdrehung bemerke ich, dass es im Himmel keine Autos gibt...somit auch keine Frauenparkplätze...Klofrauen gibt’s auch keine, da die Biester mit 100%iger Sicherheit in die Hölle kommen. Jetzt hab ich nur noch Angst auf meine Freundin zu treffen...denn selbst der Tod ist für eine Frau keine Ausrede für ein vergessenes Geburtstagsgeschenk....


© by Abdallah Khazaleh 07/10

Montag, 9. November 2009

Die Würde des Mannes ist unantastbar – Part X

Nach erfolgreichem Einkaufsmarathon (neue persönliche Bestleistung: 3:57:13 Stunden...endlich mal unter 4 Stunden geblieben...das entspricht einem Schnitt von 27 Waren/Minute bei normaler Belastung. Im Speed-Shopping schafft Mann maximal 50 Waren/Minute, die aber im Vergleich zu Frau´s 160 Waren pro Minute relativ erbärmlich aussehen.) muss Mann seinen Nachwuchs wieder von der Schule abholen, denn Mann denkt mit und hat sich die Zeit so eingeteilt, dass er direkt nach den zu kaufenden Kleinigkeiten die viel kleineren Kleinen von der Schule abholen kann.

Da Mann neben seinen Shopping-Künsten auch ein hervorragender Vater ist, warten die 2 Sprößlinge auf ihren Vater und sobald das sympathische Schnurren des Motors des Autos zu hören ist (Sohn erkennt sofort, dass es sich um den 5er BMW seines Vaters inklusive Anhänger für die Einkäufe handelt und signalisiert seiner Schwester, dass „Papi“ kommt) kommen ihm 2 mehr oder weniger freudestrahlende Kinder entgegen. (mehr oder weniger, da Schwester ihrem Bruder freundlicherweise mal wieder den Schulranzen übergeben hat und Sohn nun schon wieder 2 Taschen tragen darf...) Jedoch hängt das kleine Prinzesschen mal wieder am Handy und bewundert sich gleichzeitig in ihrem Pocket-Spiegel und somit muss Papi warten, bis sein Schatzi fertig ist (Nein, Selbstverliebtheit, Arroganz und Wichtigtuerei sind nicht vererbbar...vor allem nicht von Mutter zu Tochter).

Nachdem nun alle wichtigen 3. Klässlerinnen Gespräche beendet sind kann Vater seinen Leidensgenossen von seiner Last erlösen und während er ihm die Ränzen abnimmt, genau in diesem Moment, erkennen alle Männer der Welt, dass es ihnen genauso ergehen wird, wenn sie sich nicht ihrer Unterdrückung widersetzen und eine Revolution gegen das böse Geschlecht durchführen, aber genau auf dem Höhepunkt der männlichen Revolutionsplanungen klingelt mal wieder das Handy und wer dran ist, ist wohl überflüssig zu fragen:

„Schaaaaaaaaaatz, du weißt doch wie sehr ich Kiwis mag?“
„Natürlich weiß ich das meine Prinzessin...“ (Mann spielt seine Unwissenheit natürlich nur...er weiß genau, was Frau mit diesem Satz bezwecken wollte)
„.....kannst du mir vielleicht n Paar mitbringen? „
„Natürlich Schatz...ich bring dir deine Kiwis mit...“ (Was anderes bleibt ihm auch nicht übrig)
„Danke Schatz! Ich liebe dich!“
„Ich dich auch!“

Nachdem genug nicht ernst Liebesbekundungen ausgetauscht worden sind, kann Mann dem Wunsch seiner Frau nachgehen und fährt zurück in den Supermarkt um die Kiwis zu besorgen.
Mann hat natürlich gedacht, dass er nur ein Paar Minütchen im Markt verbringen wird, hat sich aber schwer getäuscht, da nur eine Kasse geöffnet ist und vor ihm 27 Leute sind...Dieses äußerst glückliche Umstand bewirkt, dass Mann nun wieder ein Date mit der Politessin hat, die ihm schon wie ein Aasgeier auflauert.

„Sie haben mich wohl vermisst Schätzchen?“ beginnt das 200 Kilo-Monster, dass eine geschätz 10 Nummern zu kleine uniform trägt, das nette Gespräch.
„Natürlich...und, was gabs zum Mittagessen? Oder soll ich lieber fragen: Was gabs nicht?“
„Beamtenbeleidigung...100 Euro extra“
„Wenn ich sie so sehe, denk ich, dass ich 3 Beamten beleidigt habe“

TO BE CONTINUED

Sonntag, 25. Oktober 2009

Die Würde des Mannes ist unantastbar – Part IX

Aber er tut sie nicht für sich, sondern natürlich für seine geliebte Frau(völlig freiwillig, versteh sich...), da er ja sonst nichts zu tun hat und heute ein besonderer Tag ist...Ein besonderer Tag, aus dem Grund, dass heute die neue ultimative, überragende und durch nichts aus der Welt zu übertreffende „Tupperdose 3000®“ auf dem Markt gekommen ist und weil der Tupperdosen-Clup „Tupper Tussen 2008 e.V.“ , dem Frau als stolze Präsidentin vorsteht, dieses geschichtliche Ereignis nicht ungefeiert lassen will. weder Kosten noch Mühen werden gescheut, die größte Tupperdosen Party der Vereinsgeschichte zu feiern, und deswegen begibt Mann sich nun auf den Weg in Richtung Supermarkt, um alle nötigen Einkäufe zu erledigen (für alle die, die sich fragen warum Mann nicht zur Arbeit fährt: Mann musste sich natürlich für dieses große Event frei nehmen...jeglicher Protest gegen die Entscheidung der fairen und völlig realistisch denkenden Tyrannin wäre völlig unwirksam gewesen, also macht Mann einfach, wie ihm befohlen wird.).

Am Supermarkt angekommen steigt Mann aus, um aus dem Kofferraum die von Frau zusammengestellte Einkaufsliste zu holen...Liste ist noch freundlich ausgedrückt...es handelt sich mehr um ein Buch...okay, das ist auch noch untertrieben...nennen wir es einfach 24 bändige Buchreihe zum Thema „Was brauche ich für meine Tupper-Tussen-Party?“. Also wird schnell das Meisterwerk handschriftlicher Kunst von Frau mit einer eleganten Handbewegung in den Einkaufswagen gestämmt und dieser wird nun mit reichlich Mühe in den Supermarkt geschoben.

Da Frau ausnahmsweise Mal ihrem Mann was Gutes tun wollte, (oder es war einfach aus Versehen, was deutlich realistischer ist...) hat sie die benötigten Sachen alphabetisch aufgelistet...
So blättert Mann auf Seite 24 (davor stehen etliche Seiten Vorwort....besser gesagt sind es Drohungen, die Mann einschüchtern sollen, auf keinen Fall etwas zu vergessen oder von etwas zu wenig zu kaufen. Aber wenn es doch passieren sollte, dass Mann etwas vergisst, hat Frau ihm freundlicherweiße in Buch 18 bei Buchstabe T 2 Seiten freigelassen, wo er sein Testament verfassen kann....Frau als Allein-Erbin des gesamten Familienvermögens ist natürlich schon eingetragen, somit hat Frau ihrem Schatz lästige Schreibarbeit abgenommen) des ersten Buches um dort „Ananas“ zu lesen. Dies ist natürlich ein guter Trick von Frau, ihrem Mann mit solch unspektakulären Forderungen, in Sicherheit zu wiegen, aber spätestens bei V wie „Veuve Clicquot Brut Champagner“ wird Mann wieder realistisch und merkt, dass Frau ihre edlen Gelüste nicht wie ein normaler Mensch stillen kann und ihre taktisch überragend aufgebaute Einkaufs“liste“ ihren Zweck sehr gut erfüllt hat.

Nach 3 Stunden durch die Regale laufen (spätestens bei Olypmia 2060 als männliche Disziplin olympisch) erreicht Mann mit 11 Einkaufswagen erschöpft das Ziel – Die Kasse – um dort die nächste Tortur über sich ergehen zu lassen...das Bezahlen. Mann stellt einen neuen Rekord in allen Supermärkten auf diesem Planeten...ach was, in allen Supermärkten des gesamten Universums auf: noch nie ist es einem Menschen gelungen, eine so teure Rechnung zusammen zubekommen...nämlich genau 14.579,27 Euro. Jedoch zeigt die VerkäuferIN dass auch Frauen Menschen sein können und erlässt Mann einen großzügigen Mengenrabatt von 27 Cent, was von Mann mit einem freundlichen „ach, das wär doch nicht nötig gewesen, liebe Frau“ quittiert wird.
Frau versteht natürlich keinen Spaß und nimmt diesen Spruch ernst und Mann wird der Mengenrabatt von 0,27 Euro sofort abgezogen, so dass er den vollen Preis zahlen darf und er hat wieder einmal gelernt hat, wie teuflisch das böse Geschlecht sein kann.

Die ganzen Sachen, die von Frau so dringend benötigt werden, müssen natürlich auch zum Auto transportiert werden...und weil Mann soviel Glück hat, brechen bei 8 der 11 Einkaufswägen lustigerweiße die Räder unter der Last der eingekauften Ware zusammen, sodass Mann nun geschätzte 500 Kilo ohne Wagen Richtung Auto tragen darf. So schlau wie Mann nunmal ist, fährt er zur Ware, wenn die Ware nicht zu ihm fährt und er parkt sein Auto perfekt vor die Supermarkttür. Kaum hat er einen Schritt aus dem Wagen gesetzt und die erste Ladung auf seinen Rücken gepackt, kommt eine sympthisch wirkende Politesse auf ihrem hochgetunten Damenroller hergeeilt und verpasst Mann einen Strafzettel wegen Falschparkens und „Behinderung der Weiblichkeit zum Supermarkt vom Wagen aus und zurück“...desweiteren wird dieser Verstoß als „weitreichender Einschnitt in die Menschenrechte der Frau“ gewertet, was die Strafe höchstwahrscheinlich nicht mildern wird. Jede Diskussion ist mal wieder sinnlos und so nimmt ein vor Freude strahlender Mann den hübschen Strafzettel im Wert von 125 Euro entgegen, dem die äußerst freundliche Gesetzteshüterin eine Einladung zu einem Gerichtsverfahren wegen „allegemeinen Verstößen gegen die Weiblichkeit“, so nett wie sie ist, hinzugefügt hat und dass das Lächeln auf dem männlichen Gesicht noch viel größer werden lässt.

Doch auch jede Qual hat ein Ende und nach einer Stunde Trage-Arbeit hat auch das letzte Kaviardöschen den Platz im Kofferraum gefunden und so kann Mann nun die Kinder von der Schule abholen um dann einen entspannten Abend mit den lieben Damen der „Tupper Tussen“ zu verbringen...


TO BE CONTINUED...

Sonntag, 18. Oktober 2009

Die Würde des Mannes ist unantastbar – Part VIII

Kaum ist Vater außer Reichweite beginnt das Märtyrium für den kleinen Mann...Schwester geht zu ihren Freundinnen und diese fangen natürlich sofort an, über ihn zu lästern. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, beginnt nun der Unterricht (so viel sei gesagt: der Unterricht spiegelt die Mann-Frau-Verhältnisse eines gesamten Emanzipationsclubs wieder, das heißt in verkürzter Form: Mädchen gut – Jungen schlecht). Da es sich um eine moderne Schule handelt (modern im Sinne von männerverachtend) werden Mädchen und Jungen im Unterricht getrennt und beide Geschlechter werden natürlich völlig gleichberechtigt behandelt ohne dass irgendjemand degradiert oder in seiner Ehre gekränkt wird.


Ein typischer Jungenschultag sieht wie folgt aus:

8:00 Uhr: 1. Stunde bei Frau Schwarz (ein 80 jähriges vor sich hin vegetierendes Etwas, das oftmals als Halloweendekoration oder als Vogelscheuche aushilft und schon reichlich Schauspielerfahrung in Horror-Blockbustern wie „Die Zombies greifen an“ und „Rückkehr der Toten I und II“ gesammelt hat. Desweiteren kann sie stolz auf ihre Teilnahme am Wettbewerb „Die 10 widerlichsten Körpergerüche aller Zeiten“ zurückblicken, an dem sie die ersten 7 Plätze belegt hat.)

9:00 Uhr: Sport bei General Polsk (ein knallharter, austrainierter Ex-Bundeswehrgeneral, der wohl Schule und Kaserne vertauscht hat. Als 127-facher Weltmeister in sämtlichen Kampfsportarten versteht er es, die Schüler nicht zu unterfordern und sie an ihre körperlichen Grenzen zu bringen...jede Art von Arbeitsverweigerung wird mit einer gepflegten Partie „Arschbolzen“ bestraft. (Hierbei muss erwähnt werden, dass der General neben seiner Kampfsport-Leidenschaft auch Olympiasieger im Arschbolzen ist...somit wird aus einem normalem Sportunterricht gerne mal eine ausgiebige Trainingseinheit, die sich unser General natürlich nicht entgehen lässt.))

10:30 Uhr – 11:00 Uhr: Wiederbelebung der Schüler, die während des Manövers (=Sportunterricht) gefallen sind. (Diesen Monat sind schon 3 Schüler ihren inneren Blutungen in Folge eines gezielten Schusses in den Unterkörper erlegen...)

11:00 Uhr – 11:01 Uhr
: Gedenken an die Gefallenen Mitschüler im Sportunterricht

11:02 Uhr – 13: Uhr
: Englisch bei Miss Gray (ein ständig lächelndes, 25 Handtaschen schleppendes, brutal überschminktes, mit ihrem wunderschön glitzernden Stift angebendes, männerhassendes Monster, das gerne Mal ein bis zwei Schüler versehentlich frisst und immerzu ein sympathisches „Good Morning“ auf den Lippen hat.)

13:00 Uhr – 13:01
: Gedenken an die in den Magen von Miss Gray Gefallenen Kameraden

13:02 Uhr: Ende des Schultags

Ein typischer Mädchenschultag hingegen sieht folgendermaßen aus:

8:00 Uhr: 1. Stunde bei Herr Angler (ein 25 jähriges Unterwäschemodel, nebenbei Surfer und ein überragender Masseur, der weiß wie Mann Frau zu verwöhnen hat. Er spannt bei jeder Gelegenheit seine trainierten Oberarme aus, um die Mädchen zu beeindrucken und hat eine Menge unnötiger Aktionen im Repertoire, um der Frauenwelt weitere austrainierte Muskelgruppen zu zeigen.
Mit anderen Worten: er ist so ziemlich das typische Feindbild eines normalen Mannes, der unter seiner Frau leidet und in seiner Gegenwart fühlt sich jeder Mann unwichtig, klein und schwach...die Schulleitung hat mal wieder alles in Bewegung gesetzt um die Jungen zu demütigen.)

9:00 Uhr
: Enstpannungsstunde (hier lernen die Grazien, wie man sich richtig entspannt, denn Enspannung steht bei den Damen als wichtigstes Thema auf dem Lehrplan. Bei der esotherisch veranlagten Frau Heilkraut wird den Mädchen beigebracht, wie sie sich in jeder Lebensmöglichkeit entspannen und dafür andere (beispielsweiße Männer) für sich arbeiten lassen. Dieses Unterrichtsfach wird von den Schülerinnen am besten aufgenommen und alle bemühen sich sehr, sich im Unterricht zu entspannen. Vorallem vor Enstpannungs-Prüfungen werden sehr intensive Entspannugsphasen durchgenommen damit jede der Schülerinnen in der Prüfung gut abschneidet. (Eigentlich ist dies völlig überflüssig, denn es gibt nur eine Note, nämlich eine 1, wohingegen die Jungen fairerweiße lediglich um 5er und 6er kämpfen können)

10:30 Uhr – 12:30 Uhr: Ausgiebiger Brunch und Lektüre der neuesten Cosmopolitan® mit anschließender Analyse der aktuellsten Modetrends

12:31 Uhr – 12:40 Uhr
: Jammern über die vielen aufgenommenen Kalorien

12:41 Uhr – 12:50 Uhr: wiederholtes Frustessen wegen Figurproblemen

12:51 Uhr - 13 Uhr
: Verabschiedung durch Herr Angler, der sich vor den Mädchen seinen muskolösen Oberkörper einölt und anschließend hilfreiche Tipps zur Mani- und Pediküre (nein, er ist nicht schwul) gibt.


Es ist natürlich rein zufällig und es steckt kein System dahinter, dass die männlichen Schüler Lehrer bekommen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum schon vor mehreren Eiszeiten abgelaufen ist und die vor Unfähigkeit nur so strotzen, während die Mädchen junge und frische Lehrer bekommen, die weder Kosten noch Mühen scheuen, der besseren Hälfte der Menschheit eine ausgezeichnete Bildung zu verschaffen

Aber während die Kinder sich mehr oder weniger (Mädchen mehr weniger als mehr) durch den Schulalltag kämpfen müssen, hat Mann ganz andere Dinge zu tun...

TO BE CONTINUED

Montag, 12. Oktober 2009

Die Würde des Mannes ist unantastbar – Part VII

Nach der für den Rücken tötlichen Tortur steigt Mann mit aller letzter Kraft die Treppen hoch, wo das Schlafzimmer der Prinzessin und das der Kinder liegt. Ein Blick auf die Armbanduhr verrät, dass es schon 6:30 Uhr ist und das bedeutet, dass es Zeit wird die Kinder für die Schule abzufertigen. Wieder zeigt Mann sich von seiner liebevollsten Seite und öffnet die Tür des Kinderzimmer so langsam und leise wie möglich, da er auf keinen Fall seiner geliebten Gattin kostbare Sekunden ihres Schlafs rauben will.

Als perfekter Vater weiß Mann natürlich wie er seine Kinder zum Aufstehen motivieren kann und macht spontanerweiße aus dem normalen und langweiligen Aufwach-Ritual einen spektekulären und an Spannung kaum zu übertreffenden Männlichkeitswettbewerb (das ist so ziemlich der einzige männliche Einfluss in der Erziehung der Kinder...was auch logisch ist, denn Frau muss ja schlafen und somit kann Mann seine Kinder mal auf seine Art behandeln. Wenn Frau dieses unakzeptable Verhalten auch nur im Entferntesten mitbekommt droht Mann, ...wen wunderts?..., eine harte Strafe....meistens ein paar Nächte draußen mit dem Hund (mal wieder) oder eine Woche lang absolutes Fleischverbot).

So wird aus „Aufstehen-Zähneputzen-Anziehen“ schnell mal das morgentliche Sportprogramm bestehend aus „Weitsprung aus dem Hochbett (ehemaliges Aufstehen) - Sprint ins Badezimmer – Extreme-Hairwashing („extreme“, weil die Haare gleichzeitig gewaschen und geföhnt werden...erhöht den Adrenalinspiegel und den Druck der Kleinen und trainiert ihr Verhalten in Risikosituation) – Speed-Tooth Brushing (Zähneputzen in 3 Minuten mit erbärmlichen Handzahnbürsten war gestern; Heute polieren sich die Kinder die Zähne in 15 Sekunden mit der Flex) – SUPER Clothes Competition (das SUPER steht für Schnell Und Perfekt Elegant Reinkommen...es werden Punkte zwischen 1 und 10 vergeben, je nach dem, wie sich die Kinder beim Reinkommen in die Kleidung, sprich dem Anziehen, anstellen. Hier gewinnt meistens die Tochter mit sensationellem Vorsprung...sie hat wohl die düsteren Gene ihrer Mutter in Sachen Mode geerbt.)“

Aber auch das schönste Manöver von General Mann geht zu Ende und Mann muss sich für die nächsten 24 Stunden wieder unter den Dienst seiner Vorgesetztin, seiner Frau, stellen und ihre gnadenlosen Befehle korrekt ausführen.

Zuerst darf Mann aber das Frühstück für seinen Nachwuchs zaubern...Sohn gibt sich gewohnt bescheiden und isst ein bodenständiges Müsli und trinkt Kakao. Die Tochter jedoch zeigt auch am Frühstückstisch, dass sie eindeutig die Tochter der Herrscherin im Haus ist. Anstatt sich an der Bescheidenheit des Bruders ein Vorbild zu nehmen bestellt sich die kleine Anwärterin auf die Regentschaft im Haus erstmal Rührei mit Speck garniert mit Brunnenkresse als Appetitanreger...als nächstes folgt ein Laugenbagel mit Frischkäse und Gürkchenscheiben (natürlich geschälte Gürkchenscheiben... Tochter hat den empfindlichen Magen der Mutter geerbt und verträgt die äußerst aggressive Schale der heimtückischen Gurke nicht) und nachgespült wird mit einem Lactose-freien Milchshake. Diese spektakuläre Menüwahl ist natürlich nur das Frühstück...weitere Köstlichkeiten bereitet Mann nun in der Küche zu, damit der Nachwuchs auch in der Schule was zu essen hat, während eben jener Nachwuchs gemeinsam vorm Fernseher sitzt (Die Frage, wer die Fernbedienung in der Hand hält, ist an dieser Stelle wohl überflüssig).

Pünktlich um 7:30 Uhr verlassen Vater mit dem Rucksack seiner Tochter, Tochter und Sohn, der seine Sachen selbstverständlich selber trägt, gemeinsam das Haus um in Richtung Schule zu fahren. Mann darf endlich mal wieder tagsüber Autofahren und nimmt auf dem Fahrersitz Platz, während sich neben ihm seine Tochter auf dem Beifahrersitz setzt.
Geplagt vom Trommelfell-zertrümmernden Gesinge seines liebsten Schatzes kämpft Mann sich durch den allmorgendlichen Berufsverkehr während sein Sohn auf der Rückbank pflichbewusst freundlicherweiße die Hausaufgaben seiner Schwester übernimmt (auch hier ein Zeichen von Vererbung: Wenn der Bruder nicht die Hausaufgaben seiner Schwester übernimmt droht ihm, ähnlich seinem Vater, auch eine Nacht in der Hundehütte, allerdings ist die Kleine noch nicht ganz so herzlos wie ihre Mutter und der Bruder muss „nur“ in der Hütte des Plüschhundes, die sich zum Glück nicht im Garten sondern im Kinderzimmer befindet, nächtigen.)

An der Schule angekommen übernimmt Tochter ausnahmsweise mal ihren eigenen Schulranzen und ein stolzer Vater verabschiedet sich von seinen 2 Sprößlingen, aber sobald der Vater außer Sichtweite ist, beginnt ein harter Schultag für seinen kleinen Sohn...


TO BE CONTINUED...