Begleitet vom unfassbar lautem Schnarchen der lieben Gattin versucht Mann endlich seinen wohlverdienten Schlaf zu finden. Kurz bevor Mann in die Traumwelt eintaucht, fällt ihm ein, dass er ja noch das Wohnzimmer aufräumen muss. Da er natürlich mal wieder keine andere Wahl hat und sich das übliche Gemeckere seiner Frau ersparen will, klettert er noch mal aus dem Bett und bewegt sich Richtung Schlachtfeld.
Durch ein Labyrinth aus Schmink“köfferchen“, die teilweise sogar größer sind als ein ausgewachsener Blauwal, nützlichen Dingen, wie beispielsweise einem Kochbuch, das Rezepte laut vorliest (Frau kann natürlich lesen, fühlt sich aber zu wichtig, um ihre Intelligenz für ein Kochbuch zu verschwenden. Ganz nebenbei kann Frau natürlich überragend gut kochen, lässt aber viel lieber Mann arbeiten, da sie sich in der Zeit lieber schminkt.), und einer gigantischen Ansammlung von Feuchtigkeitscremes, die sich Frau unbedingt anschaffen musste, da sie sonst soooo trockene Haut bekommen würde (und dieses Risiko darf sie natürlich niemals eingehen. Was gibt es schlimmeres, als morgens aufzustehen und fest zu stellen, dass man trockene Haut hat. Diesem Horrorszenarion muss mit Mango-, Avocado-, Aloe Vera-, Cremes mit Hyper Sensitiv Anti Dry High Energy Skin-friendly Function entgegengeholfen werden.) kämpft Mann sich tapfer zur Tür. Er öffnet so leise wie möglich die Tür und quetscht sich durch den schmalen Spalt, denn die liebe Frau jetzt aus ihrem hochverdienten Schönheitsschlaf zu wecken ist in etwa vergleichbar mit einem Fallschschirmsprung ohne Fallschirm über einem Kaktusfeld, auf dem die Scherben einer Fensterfabrik gelagert werden und auf dem die unentschärften Minen aus sämtlichen Kriegen der Neuzeit gelagert sind.
Mann meistert diese Hürde gewohnt souverän und verlässt das gemeinsame Schlafzimmer in Richtung Untergeschoss. Vorbei an unzähligen Selbstporträts (es sind 259...bisher) seiner geliebten Gattin (nein, sie ist auf keinen Fall selbstverliebt) steigt er die Treppe hinab, die zur Küche führt und kann es kaum erwarten, endlich mit dem Aufräumen anfangen zu dürfen.
Ein Blick ins Wohnzimmer lässt das Herz des Mannes höherschlagen...überall liegen Flaschen und Chipsreste, die nur darum betteln, aufgeräumt zu werden. Mann zieht sich verantwortungsbewusst weiße Latexhandschuhe an und beginnt die Überreste des „Mädels-Abend“ aufzuräumen, was ihm sichtlich viel Freude bereitet. Vergleichbar mit dem Job eines Kanalarbeiters, der sich durch übelriechende Gänge mit Ratten und anderen hässlichen Dingen durchzwängen „darf“, robbt Mann unter das Sofa, was sich kaum noch als Sofa identifizieren lässt (so zugemüllt ist es) und angelt sich 2 leere Prosecco Flaschen. 3 weitere Flaschen später und unzählige Chips- und Diet-Low Fat Snacks Krümmel (was auch sonst, Frau achtet nämlich auf ihre Figur) später blickt Mann stolz auf die 4 Müllsäcke, die er so zusammenbekommen hat.
Mit seinen durch das häufige Einkaufstaschentragen perfekt austrainierten Muskeln, beginnt er das Ergebnis eines Frauen-Abends nach draußen zu tragen und verhält sich natürlich brutal ruhig, er will ja seinen Schatz nicht wecken. Nach getaner Arbeit begibt Mann sich nun endgültig zum letzten Mal Richtung Schlafzimmer und passt natürlich wieder akribisch darauf auf, dass sein Häschen in Ruhe schlafen kann. Mann legt sich ins Bett und fühlt sich einfach nur müde...nach nur 10 Sekunden schläft er ein und fällt in einen wunderschönen Traum:
TO BE CONTINUED
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es wird immer besser :-D
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